Juli 2017: Neue Tagungsbroschüre zu Gender in der Suchthilfe erschienen.

In der Suchthilfe in Deutschland behandeln überwiegend Frauen vor allem männliche Klienten/Patienten. Die meisten Leitungspositionen in diesem Arbeitsfeld sind gleichwohl von Männern besetzt. Doch scheint das Genderthema im Arbeitsfeld der Suchthilfe nur sehr eingeschränkt reflektiert zu werden. Dies bestätigte zuletzt eine Untersuchung der FOGS im Auftrag des Gesundheitsministeriums NRW. Ausgehend von diesen und anderen Studienergebnissen beleuchtete der dritte Westfälische Damensalon im Oktober 2016 deshalb das Thema "Wenn Frauen Männer behandeln ..." und lotete aus, welchen Einfluss dieses Verhältnis auf die Beratungs- und Behandlungsprozesse hat und inwiefern Genderaspekte in der Praxis berücksichtigt werden.

Landschaftsverband Westfalen-Lippe, LWL-Koordinationsstelle Sucht (2017). Wenn Frauen Männer behandeln – eine (auch) transkulturelle Betrachtung der Suchthilfe. Münster: Forum Sucht Sonderband 49. Download des Tagungsberichts (pdf, 68 S.).

 

 

Juni 2017: FOGS untersucht die Steuerungsgremien in den zwölf Berliner Bezirken

Im Auftrag der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung des Landes Berlin soll FOGS nach 2005 und 2011 die Steuerungsgremien für psychisch beeinträchtigte Menschen zum dritten Mal untersuchen. In den Gremien der zwölf Berliner Bezirke werden die aktuellen Teilhabebedarfe leistungsberechtigter Personen auf Basis der Eingliederungshilfe (SGB XII) festgestellt und daraus abgeleitet, (bedarfsgerechte) Maßnahmen empfohlen.

Im Rahmen des von Juni bis November 2017 geplanten Projekts setzt FOGS ein mehrdimensionales Untersuchungskonzept um, dass vor allem folgende Bausteine umfasst:

  • Breitenerhebung (schriftliche teilstandardisierte) Befragung der zwölf Steuerungsgremien
  • Tiefenerhebung  von vier Steuerungsgremien (u. a. leitfadengestützte Interviews mit Psychiatriekoordinator*innen und Fallmanager*innen der Bezirke, Gruppengespräche mit    Vertreter*innen der Leistungsanbieter und teilnehmende Beobachtungen).

Abgeschlossen wird die Untersuchung mit einem Bericht, in dem - vor dem Hintergrund rechtlicher Veränderungen (u. a. Bundesteilhabegesetz) - Weiterentwicklungsmöglichkeiten der bezirklichen Steuerungsgremien dargestellt werden.

 

    

Mai 2017: FOGS und ceus consulting beraten rheinland-pfälzische Kommunen beim Aufbau eines patientenorientierten Case Managements für ältere Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt

Im Rahmen eines zweijährigen, vom rheinland-pfälzischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie finanzierten Projekt soll – ausgehend von einem Pilotprojekt im Eifelkreis Bitburg-Prüm - über einen abgestimmten und frühzeitig einsetzenden Beratungsprozess zwischen verschiedenen Projektpartnern (Sozialdienste/Pflegeüberleitungen von Krankenhäusern und Pflegestützpunkte einer Kommune/Region und dem örtlichen Träger der Sozialhilfe) älteren Menschen nach einem Krankenhausaufenthalt eine angemessene Versorgungsperspektive ermöglicht bzw. sichergestellt werden, bevorzugt im eigenen häuslichen Bereich.  Ein zentraler Punkt ist darüber hinaus die Stärkung der Rolle des örtlichen Trägers der Sozialhilfe als Kostenträger von Leistungen und im Auftrag der Daseinsvorsorge zur Planung von Angeboten in der pflegerischen Versorgung, einschließlich ehrenamtlicher Strukturen.


Auf der Grundlage verbindlicher Kooperationsvereinbarungen zwischen den Projektpartnern und durch Verfahrensabsprachen mit und zwischen den unterschiedlichen Akteuren wird auf kommunaler Ebene eine Intensivierung der regionalen Netzwerkbildung angestrebt. Zudem sollen die Beratungs- und Angebotsstrukturen in den beteiligten Regionen/Kommunen weiterentwickelt werden, insbesondere im Hinblick auf die möglichst frühe und abgestimmte Verknüpfung der regional unterschiedlichen Angebote (u. a. ambulante und teilstationäre Pflege sowie Betreuung).

 

 

28. April 2017: NRW hat einen neuen Landespsychiatrieplan

In NRW wurde in den letzten zwei Jahren intensiv und unter großer Beteiligung verschiedener Akteursgruppen und Betroffener an der Erstellung eines neuen Landespsychiatrieplans gearbeitet. Das Land hat FOGS in diesem Kontext mit einer Versorgungsforschung zu "Angebotssituation und Qualität der Versorgung von Menschen mit psychischen Störungen in spezifischen psychiatrischen Handlungsfeldern" beauftragt. Die im Rahmen dieser Untersuchung zusammengetragenen Erkenntnisse zu Krisenhilfe, Planung und Steuerung, Beschwerdewesen sowie Selbsthilfe fanden vielfach Eingang in den neuen Plan.

Der vom MGEPA erstellte Landespsychiatrieplan steht auf der Webseite Ministeriums zum Download zur Verfügung: www.mgepa.nrw.de/publikationen, der Abschlussbericht der FOGS auf der Website des LZG NRW.

 

 

November 2016: Neue Veröffentlichung Produktionsnetzwerke in der lokalen Sozial- und Arbeitsmarktpolitik

Der im Fachhochschulverlag erschienene Leitfaden dokumentiert die Ergebnisse des vom Land NRW und dem Europäischen Sozialfonds geförderten Projekts »Dienstleistungen Hand in Hand – Teilhabe und Integration in Arbeit für Langzeitleistungsbezieherinnen und -bezieher durch zielgruppenbezogene Produktionsnetzwerke«. Das Institut für Stadt- und Regionalentwicklung der Frankfurt University of Applied Sciences unter Mitarbeit von Martina Schu, FOGS, konnte sein Konzept des Produktionsnetzwerks an vier Standorten auf seine Praxistauglichkeit für unterschiedliche Zielgruppen überprüfen und so weiterentwickeln, dass (bestehende) Netzwerke soziale Dienstleistungen erfolgreich verknüpfen können.

Der Leitfaden informiert über rechtliche und fachliche Grundlagen von Netzwerken und leitet daraf aufbauend Bildung und Steuerung von Netzwerken an:

Claus Reis, Susan Geideck, Tina Hobusch, Martina Schu, Benedikt Siebenhaar & Lutz Wende (2016). Produktionsnetzwerke in der lokalen Sozial- und Arbeitsmarktpolitik. Aufbau kooperativer Strukturen und Weiterentwicklung sozialer Dienstleistungen am Beispiel des SGB II. Band 11 der Schriftenreihe des ISR. Frankfurt: Fachhochschulverlag. ISBN 978-3-943787-61-0, 135 Seiten, 16 Euro.

Zum Programm des Fachhochschulverlags

 

 

September 2016: FOGS wird zusammen mit einem Projektpartner neue Wege zur Aktivierung armutsgefährdeter Personen in Nordrhein-Westfalen erfassen und analysieren

Anknüpfend an die von der Landesregierung NRW entwickelte Landesinitiative „NRW hält zusammen … für ein Leben ohne Armut und soziale Ausgrenzung“ sowie verschiedener in der Vergangenheit durchgeführter Modellprojekte werden FOGS und Prof. Dr. C. Reis (Frankfurt University of Applied Sciences) im Auftrag des nordrhein-westfälischen Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales bewährte und neue Wege zur Aktivierung/Befähigung und Teilhabeförderung armutsgefährdeter Personen in einer landesweiten Untersuchung systematisch erfassen und analysieren. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen dabei insbesondere kommunale Ansätze, die sich einerseits auf eine Verbesserung von Beratung und Fallsteuerung sowie andererseits auf die (Weiter-)Entwicklung passgenauer Angebote vorrangig für ältere und/oder erwerbsgeminderte Menschen beziehen, die Existenz- bzw. Grundsicherung erhalten (drittes und viertes Kapitel des SGB XII).

Im Rahmen des 14-monatigen Projekts werden zur Erfassung dieser Ansätze sowohl quantitative als auch qualitative Erhebungsmethoden eingesetzt und - abgeleitet aus den Erhebungsergebnissen - eine praxisorientierte Handreichung mit Empfehlungen erarbeitet, um landesweit die Modernisierungs- und Veränderungsprozesse in der Sozialhilfeverwaltung zu unterstützen.  In diesen Prozess sollen die nordrhein-westfälischen Kommunen umfassend einbezogen werden.



4. August 2016: FOGS wird zusammen mit zwei Partnern das WIR-Zentrum für sexuelle Gesundheit und Medizin wissenschaftlich begleiten!

Walk in Ruhr - das Zentrum für sexuelle Gesundheit und Medizin (WIR-Zentrum) in Bochum möchte Prävention, Information, Beratung, medizinische Behandlung, Psychotherapie und Selbsthilfe zusammen zu bringen. Dafür arbeiten im WIR-Zentrum sechs Institutionen zusammen: Die Interdisziplinäre Immunologische Ambulanz – Zentrum für Sexuelle Gesundheit der Klinik für Dermatologie der Ruhr-Universität/St. Josef-Hospital, die Aidshilfe Bochum e. V., das Gesundheitsamt Bochum, Pro familia e. V., Madonna e. V. sowie Rosa Strippe e. V. (mehr dazu siehe: www.wir-ruhr.de).

Das Bundesgesundheitsministerium möchte dieses innovative Vorhaben unterstützen und fördert für drei Jahre die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation der Arbeit durch FOGS, die Delphi Gesellschaft (Berlin) und das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Sektion Infektiologie und Tropenmedizin.

FOGS leitet das Projekt. Am 4. August fand das Auftakttreffen mit Vertreter*innen des Zentrums, des BMG und des Projektträgers im DLR sowie der Forschungsinstitute statt, bei dem die Beteiligten sich kennenlernten und die ersten Schritte der Begleitung geplant wurden.

 

 

7. Juli 2016: FOGS evaluiert Partizipation und Selbstbeteiligung von behinderten Beschäftigten in WfbM

Im Rahmen des Modellprojekts sollen in fünf Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) die Mitwirkung und Mitbestimmung von Werkstatträten im Hinblick auf die Gestaltung betrieblicher Abläufe und Angebote der WfbM evaluiert werden. Auftraggeber des dreijährigen (2016 bis 2019) von der Stiftung Wohlfahrtspflege geförderten Projekts sind die Landesarbeitsgemeinschaften Freie Wohlfahrtspflege (LAG WF NRW) und Werkstatträte (LAG WR NRW) Nordrhein-Westfalen. Das Projekt wird unter umfassender Beteiligung der Werkstätte von FOGS wissenschaftlich begleitet.

 

 

1. Juni 2016: Sozialministerin Cornelia Rundt stellt der Öffentlichkeit Niedersachsens neuen Landespsychiatrieplan vor

Niedersachsens Sozial- und Gesundheitsministerin Cornelia Rundt stellte gestern in Hannover den neuen Landespsychiatrieplan für Niedersachen der Öffentlichkeit vor, den FOGS und ceus consulting in gut 1,5 Jahren gemeinsam mit zahlreichen Fachleuten aus Niedersachsen und auf Basis vieler Gespräche mit Vertreter*innen von Psychiatrieerfahrenen, Angehörigen, Anbietern von Hilfen, Verbänden und Kommunen erarbeitetet haben. Auf Basis dieser fachlichen Erkenntnisse sollen in den nächsten Jahren Verbesserungen in der psychiatrischen Versorgung in Niedersachsen befördert werden.

Der Landespsychiatrieplan für Niedersachsen sowie der ausführliche Bericht zu sind auf der Seite des MInisteriums abrufbar: Psychiatrie in Niedersachsen

 

 

1. April 2016: FOGS begleitet ein weiteres Projekt zur Qualifizierung stationärer Jugendhilfeeinrichtungen

Aufbauend auf den Ergebnissen der von FOGS für die LWL-Koordinationsstelle Sucht durchgeführten Untersuchung zu suchtbezogenen Problemlagen von Kindern und Jugendlichen in stationärer Jugendhilfe beginnt zum April 2016 ein umsetzungsorientiertes Modellprojekt: Qualifizierte Suchtprävention in Einrichtungen der stationären Jugendhilfe - QuaSiE. Das Bundesministerium für Gesundheit fördert für zwei Jahre das durch die LWL-Koordinationsstelle Sucht durchgeführte Vorhaben. An sechs Standorten in Deutschland sollen Konzepte weiterentwickelt, Maßnahmen erarbeitet und Kooperationen zwischen Jugendhilfe und Suchthilfe aufgebaut werden. 

Wir von FOGS freuen uns, dass die Untersuchung in drei LWL-Jugendhilfeeinrichtungen aus dem Jahr 2014 damit eine praxisorientierte Fortsetzung findet und dass wir dieses Vorhaben begleiten dürfen!

 

 

19. Februar 2016: Der Entwurf zum Landespsychiatrieplan Niedersachsen geht in die Beratung

FOGS hat zusammen mit ceus consulting in den letzten 1,5 Jahren intensiv an der Erstellung des neuen Landespsychiatrieplans gearbeitet. Gemeinsam mit einer großen Fachkommission aus niedersächsischen Fachleuten wurde die Situation im Land analysiert und bewertet, wurden fachlich-ethische Grundsätze für die Psychiatrie in Niedersachsen verabschiedet sowie konkrete Entwicklungsbedarfe beschrieben. FOGS hat das Ergebnis der Arbeiten in einem "Bericht zum Landespsychiatrieplan Niedersachsen" zusammengefasst, den das Niedersächsische Ministerium für Soziales,  Gesundheit und Gleichstellung heute als Entwurf an die Systempartner im Land versandt hat. Diese haben nun vier Wochen Zeit, dazu Stellung zu nehmen, bevor der Landespsychiatrieplan dann definitiv gefasst wird. Am 30. Mai wird er der Öffentlichkeit im Rahmen eines Fachtags vorgestellt werden.

 

 

20. Januar 2016: FOGS begleitet ein Projekt zur konzeptionellen Weiterentwicklung einer Jugendhilfeeinrichtung bzgl. des Umgangs mit Suchtmittelkonsum

Die Stiftung Wohlfahrtspflege NRW fördert ein Projekt der Jugend- und Drogenberatung Solingen und der LVR-Jugendhilfeeinrichtung Halfeshof in Solingen. Aufbauend auf einer umfassenden Bestandsaufnahme sollen gemeinsam Fachkräfte qualifiziert, Standards entwickelt, Maßnahmen durchgeführt und die Kooperation von Jugend- und Suchthilfe nachhaltig verbessert werden. Die Projektidee basiert wesentlich auf der Studie zum Konsum Jugendlicher in der stationären Suchthilfe, die FOGS 2014 für den LWL durchgeführt hat. Wir freuen uns, nun die wissenschaftliche Begleitung dieses auf drei Jahre angelegten praxis- und umsetzungsbezogenen Projekts übernehmen zu können!

 

1. Dezember 2015: Die Evaluation der sozialmedizinischen Nachsorge geht weiter

Nach drei Jahren Entwicklung und Implementierung geht die wirkungsorientierte Evaluation der sozialmedizinischen Nachsorge nun ins vierte Jahr. Der Bundesverband Bunter Kreis  hat FOGS erneut mit der Auswertung der Daten aus nunmehr über 80 Einrichtungen beauftragt. Eine erste Auswertung der Daten aus dem Jahr 2013 hatte bereits gezeigt, dass die Eltern nicht nur sehr zufrieden sind, sondern dass die Betreuung nach dem Modell Bunter Kreis auch die Selbstwirksamkeit und die Leistungsfähigkeit der Eltern fördern konnte (vgl. Grimm, Schu & Schlanstedt, 2014, Nachsorgemodell Bunter Kreis - Wirkung und Qualität in Kinder- und Jugendmedizin 6/2014). Neuere Auswertungen bestätigen diese Ergebnisse.

 

 

7. Oktober 2015: Wolfsburger Rat beschließt einstimmig Engagementförderstrategie

Heute hat der Rat der Stadt Wolfsburg einstimmig dem „Förderkonzept für bürgerschaftliches Engagement“ zugestimmt und beschlossen, zwei der mit dem Konzept empfohlenen Maßnahmen durch die Verwaltung einleiten und begleiten zu lassen: „Koordiniertes Verwaltungshandeln“ zugunsten des bürgerschaftlichen Engagements in Wolfsburg und die „Bildung eines Netzwerkes Bürgerengagement Wolfsburg“. Das Förderkonzept wurde von FOGS und VIS a VIS in einem einjährigen Prozess erarbeitet, zu dem u. a. eine mehrstufige Erhebung sowie Analyse und Strategieentwicklung gehörten.

Für eine ausführliche Beschreibung des Prozesses und der Ergebnisse siehe: Newsletter des Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement. Das Förderkonzept, die Erhebungsergebnisse sowie weitere Dokumente aus dem Erarbeitungsprozess können von der Website der Stadt Wolfsburg herunterladen werden.

 

 

24. September 2015: FOGS und ZIS kooperieren in einem Projekt zur Verminderung der Passivrauchbelastung von Kindern

Während in den vergangen Jahrzehnten der Anteil der Rauchenden in der Bevölkerung mit einem hohen und etwas weniger in der Bevölkerung mit einem mittleren sozioökonomischen Status gesunken ist, ist das Rauchverhalten in der unteren sozialen Schicht weitgehend stabil geblieben. Damit geht auch eine erhöhte Passivrauchbelastung von Kindern in diesen Familien einher. Das Bundesgesundheitsministerium möchte sich diesem Thema widmen und fördert deshalb zwei Projekte, in denen lebenslagebezogene kultur- und genderspezifische Zugangswege und Aufklärungsmaßnahmen zur Verringerung der Passivrauchbelastung bei Kindern entwickelt werden sollen.

FOGS und das Zentrum für Interdisziplinäre Suchtforschungder Universität Hamburg (ZIS) werden in Köln und Hamburg mit einem partizipativen und qualitativen Ansatz versuchen, für deutsch-, russisch- und türkischsprechende sozial benachteiligte Eltern lebenslagebezogene kultur- und genderspezifische Zugangswege und Aufklärungsmaßnahmen zur Verringerung der Passivrauchbelastung bei Kindern zu entwickeln und zu erproben. Für das Projekt MIRAS - Miteinander Rauchbelastung stoppen stehen vom 1. Oktober 2015 an zunächst 18 Monate zur Verfügung. 

 

 

4. September 2015: FOGS wird ein weiteres FreD-Projekt evaluieren!

Seit einigen Jahren zeigt sich in Deutschland in Suchtberatung und -behandlung eine steigende Relevanz von Amphetamin- und Methamphetamin-Konsum. Deshalb hat das Bundesministerium für Gesundheit nun den LWL mit der Ausweitung des bewährten FreD-Angebots (Frühintervention für erstauffällige Drogenkonsumierende) beauftragt. Der LWL wird im Rahmen eines 20-monatigen Projektes das FreD-Curriculum um das Thema Amphetaminkonsum erweitern. Die ersten Angebote werden dort aufgebaut, wo deutschlandweit der Schwerpunkt der Crystal-Problematik liegt: in Sachsen, Bayern und zunehmend auch in Thüringen. Standorte in NRW ergänzen das Vorhaben. Nachdem FOGS schon mehrere FreD-Angebote evaluiet hat, freuen wir uns, nun von der LWL-Koordinationsstelle Sucht erneut mit der wissenschaftlichen Begleitung des jüngsten Mitglieds der FreD-Familie beauftragt worden zu sein. 

 

 

1. August 2015: FOGS unterstützt die Landespsychiatrieplanung in NRW

Nordrhein-Westfalen gibt sich einen neuen Landespsychiatrieplan, der derzeit in einem umfassenden partizipativen Prozess erarbeitet wird. Wir freuen uns, dass FOGS zur Unterstützung dieses Prozesses beitragen kann: Das Landeszentrum Gesundheit NRW hat FOGS dazu einen Versorgungsforschungsauftrag erteilt. FOGS soll eine Bestandsaufnahme zu Angebotssituation und Qualität der Versorgung von Menschen mit psychischen Störungen/Erkrankungen in vier spezifischen Handlungsfeldern durchführen: ambulante Hilfen in psychischen Krisen, regionale Koordination und Steuerung, Beschwerdewesen (außerhalb stationärer Einrichtungen) sowie Selbsthilfestrukturen. Für die Arbeiten stehen mit Beginn im August 2015 neun Monate zur Verfügung.  

 

 

1. Juli 2015: Das Projekt BerMico des SKM Köln wird von FOGS evaluiert!

Der SKM Köln möchte mit dem Projekt BerMico – Beratung und Mietcoaching bei drohendem Wohnungsverlust – einen innovativen Ansatz der Vermeidung von Wohnungsverlust und Obdachlosigkeit aufbauen. Das Projekt wird vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW für drei Jahre gefördert.

Im Rahmen der Evaluation sollen drei Ebenen der Umsetzung in den Blick genommen und eine Reihe von Fragen beantwortet werden. Es geht zunächst um die Evaluation 1) der Implementierung des neuen Angebots, dann um 2) den Aufbau und die Arbeit des angestrebten Netzwerks sowie 3) um die konkrete Arbeit des neuen Fachdienstes mit der Klientel und die Wirkungen der Arbeit.

Das Projekt startete zum 1. Mai 2015, die Evaluation hat Anfang Juli 2015 die Arbeit aufgenommen.

 

 

28. November 2014: FOGS gewinnt zwei Ausschreibungen in Berlin

Die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales Berlin hat FOGS mit zwei Projekten beauftragt: Zum einen soll FOGS die über den Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderten Projekte im Bereich Beschäftigungsförderung für Suchtkranke evaluieren und das Auswahlverfahren für die nächste Förderperiode vorbereiten.

Zum anderen wurde FOGS mit der Evaluation und Längsschnittanalyse von zwei landesgeförderten Beratungsangeboten betraut: Café Beispiellos - ein Angebot für Glücksspielsüchtige und ihre Angehörigen sowie Lost in Space - Beratung für Computerspiel- und Internetsüchtige (beide Caritasverband für das Erzbistum Berlin e. V.).

 

 

30. Oktober 2014: Erarbeitung Förderkonzept "Bürgerschaftliches Engagement in Wolfsburg"

Die Bietergemeinschaft aus FOGS GmbH und VIS a VIS erarbeitet für die Stadt Wolfsburg ein Konzept zur Förderung des Bürgerengagements. Neben der schriftlichen Befragung der relevanten Organisationen bzw. Akteure werden Interviews mit Schlüsselpersonen sowie Foren durchgeführt.

Link zur Projektbeschreibung Förderkonzept "Bürgerschaftliches Engagement in Wolfsburg"




19. September 2014: FOGS und ceus consulting wurden mit der Landespsychiatrieplanung für Niedersachsen beauftragt

Das Land Niedersachsen will sich 20 Jahre nach der letzten umfassenden Psychiatrieplanung erneut eine zukunftsorientierte Planung der psychiatrischen Versorgung geben. Der Auftrag dazu wurde FOGS und ceus consulting erteit. Zudem hat das Land eine Fachkommission mit über 30 Fachleuten aus verschiedenen psychiatrischen Feldern, angrenzenden Bereichen und der Selbsthilfe ins Leben gerufen. Die Fachkommkission arbeitet seit Sommer 2014 an der Analyse und Bewertung der aktuellen Versorgungsstruktur und wird nun FOGS und ceus consulting bei der Erstellung der Planung unterstützen.

 

 

30. Juli 2014: Studie zu Suchtproblemen in stationärer Jugendhilfe erschienen

Im Auftrag der LWL-Koordinationsstelle Sucht hat FOGS 2013 eine Erhebung unter 14- bis 17-jährigen Jugendlichen in stationären Jugendhilfeeinrichtungen des LWL durchgeführt. Dabei wurden neben dem Konsumverhalten auch psychopathologische Auffälligkeiten, Aspekte der familiären Situation untersucht. Zusätzlich wurden die Fachkräfte der Einrichtungen zu ihren Einschätzungen und zum Umgang mit suchtbezogenen Verhaltensweisen befragt.

Mit der Studie wurde erstmals in Deutschland die Belastung in der spezifischen Zielgruppe von Jugendlichen in Jugendhilfemaßnahmen untersucht. Das Ergebnis verweist auf besondere Bedarfslagen und die Notwendigkeit spezifischer Interventionen und Kooperationen.

Die Studie wurde gerade vom LWL veröffentlicht:

Schu, M., Mohr, S. & Hartmann, R. (2014). Suchtmittelkonsum und suchtbezogene Problemlagen von Kindern und Jugendlichen in stationärer Jugendhilfe. Forum Sucht, Sonderband 8. Münster: LWL.

 

 

21. Juli 2014: Zukunftswerkstatt Suchthilfe NRW widmet sich Genderaspekten

Im Auftrag des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter hat FOGS in Kooperation mit Prof. Dr. Christel Zenker und Prof. Dr. Heino Stöver eine Bestandsaufnahme von Gender Mainstreaming und Gendersensibilität in der Suchthilfe und Suchtselbsthilfe in NRW durchgeführt. Der Abschlussbericht wurde dem Ministerium im Mai 2014 vorgelegt.

Zur Zukunftswerkstatt Suchthilfe NRW am 25. Juni 2014 in Mülheim an der Ruhr stellte Martina Schu im Forum 1 erstmals Ergebnisse der Studie vor.

Das Programm, die Vorträge und Dokumentation der Zukunftswerkstatt finden Sie hier:

https://www.lzg.gc.nrw.de/service/veranstaltungen/archiv/2014/140625_zukunftswerkstatt_suchthilfe/index.html

 

 

7. Juli 2014: Studie zu männlicher Prostitution und STI wird beim STI-Kongress vorgestellt

Die im März 2014 im Auftrag der BZgA fertiggestellte Situationsanalyse zu männlicher Sexarbeit
in Deutschland wurde auf dem STI-Kongress Ende Juni in Berlin erstmals der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Gemeinsam mit Frau Dr. von Rüden stellte Martina Schu einige Ergebnisse der Analyse in Vortrag und Poster vor. Auch von Seiten der am Kongress Teilnehmenden wurden weitere Forschung zu männlicher Sexarbeit und eine bessere Versorgung der Männer gefordert.

Poster

 

29. Juni 2014: Fachtagung "Perspektiven für die Tagesgestaltung älterer Menschen mit Behinderungen in Rheinland-Pfalz"

Auf der Fachtagung am 9. Mai 2014 wurde der Abschlussbericht "Tagesgestaltung und Tagesstruktur für ältere Menschen mit Behinderung" der FOGS vorgestellt. Ergänzend berichteten sechs Referentinnen über innovative Ansätze in der Arbeit für und mit älteren Menschen mit Behinderung. Die über 300 Teilnehmenden aus Einrichtungen der Wohlfahrtspflege, von Verbänden und Kommunen nutzten in drei Foren die Gelegenheit zur Diskussion.

Den Bericht und alle Vorträge des Tages finden Sie hier:

Tagungsprogramm

Abschlussbericht

Vortrag Schu

Vortrag Middendorf

Vortrag Lohse

Vortrag Oermann

Vortrag Rohleder

Vortrag Thomes

 

 

28. März 2014: Perspektiven für die Tagesgestaltung älterer Menschen mit Behinderung in Rheinland-Pfalz

Die Studie zu Tagesstruktur und Tagesgestaltung für ältere Menschen mit Behinderung ist fertig und liegt dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie in Rheinland Pfalz (MSAGD) vor. FOGS hat darin u. a. eine Analyse der demographischen Entwicklung vorgelegt, Wünsche der behinderten Menschen für ihr Alter zusammengetragen sowie derzeit in Deutschland umgesetzte Hilfen und Beispiele guter Praxis recherchiert. Auf Basis der Erkenntnisse wurden Empfehlungen für Rheinland-Pfalz formuliert. Gute Tagesgestaltung im Alter braucht Selbstbestimmung. Für die gesellschaftliche Teilhabe behinderter Menschen sind differenzierte Angebote im Sozialraum notwendig, der Einbezug von Selbsthilfe, die Weiterentwicklung professioneller Kompetenzen u. v. m.

Die Ergebnisse und Empfehlungen werden am 9. Mai 2014 auf einer Fachtagung des MSAGD in Mainz vorgestellt und mit allen relevanten Akteuren diskutiert. Eine Reihe von interessanten Beiträgen von Expertinnen aus verschiedenen Bereichen konkretisiert die Möglichkeiten guter Tagesgestaltung im Alter.


10. Dezember 2013: Klinik im Wingert erfolgreich DIN EN ISO-zertifiziert

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH an die Leitung und das Team der Klinik Im Wingert!

Knapp zwei Jahre haben wir die Klinik Im Wingert (ASH Bonn) bei der Einführung eines Qualitätsmanagementsystem nach DIN EN ISO 9001:2008 beraten.

Bei regelmäßigen Terminen mit der Leitung und den Mitarbeitenden der Klinik im Wingert wurden die Strukturen und Prozesse beschrieben und (weiter-)entwickelt. Unterstützt haben wir außerdem beim Aufbau des QM-Systems und der Dokumentation in einem DIN EN ISO-konformen Handbuch. Am 10. Dezember 2013 fand das externe Zertifizierungsaudit statt: Und der Auditor (DioCert) hat das Zertifikat erteilt!

 

18. August 2013: Handreichung zu transkultureller Suchthilfe erschienen

Vier Jahre wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Bundesmodellprojektes transVer – transkulturelle Suchthilfe sind abgeschlossen. Der Abschlussbericht liegt dem Bundesministerium für Gesundheit vor und die Projekt-Website ist der DHS übergeben, von wo aus sie weitergeführt wird: www.transver-sucht.de. Nun ist auch die praktische Handreichung „Zugänge finden, Türen öffnen: transkulturelle Suchthilfe“ erschienen.

In der Handreichung werden in zehn Kapiteln Kernerkenntnisse des Modellprogramms aufbereitet und konkrete Handlungsempfehlungen für die Suchthilfe abgeleitet. Dies wird ergänzt durch 18 Praxisbeispiele, in denen erprobte Einzelmaßnahmen vorgestellt werden. Schließlich werden Materialien, Fragebogen und Checklisten den Band sowie umfangreiche Hinweise zu relevanten Veröffentlichungen und Links, zu interessanten Institutionen und Initiativen, zu Migrantenorganisationen sowie zu Anbietern von Diversity-Trainings vorgestellt (105 Seiten).

Martina Schu, Miriam Martin & Dietmar Czycholl (2013). Zugänge finden, Türen öffnen: transkulturelle Suchthilfe. Praktische Erfahrungen aus dem Modellprgramm transVer. Lengerich: Pabst Science Publishers.

 

1. August 2013: Suchthilfe in Netzwerken ist erschienen

Angesichts der Differenzierung des Angebotsspektrums in der Suchthilfe sowie der Vielzahl unterschiedlicher Versorgungssysteme ergeben sich neue Herausforderungen mit Blick auf Kooperation, Vernetzung und Verbundbildung. Das Handbuch unterstützt eine notwendige strategische Ausrichtung der Suchthilfe und die Entwicklung tragfähiger Kooperationsstrukturen.

Hans Oliva und Renate Walter-Hamann beschreiben in diesem Praxishandbuch, basierend auf Erkenntnissen der Versorgungsforschung und Ergebnissen einer Studie zu Kooperation und Vernetzung in der Suchthilfe der Caritas, bedeutsame Schnittstellen und Möglichkeiten für Vernetzung. Es werden innovative Praxiserfahrungen aufbereitet und handhabbare und praxistaugliche Methoden und Instrumente zur Lösung suchthilfeinterner sowie sektorenübergreifender Kooperationsdefizite bereitgestellt, viele davon auf CD.

26. Juli 2013: Das Projekt zur Qualifizierung und Steuerung der Eingliederungshilfegewährung in Westfalen-Lippe geht weiter

2010 bis 2012 hat FOGS in Kooperation mit ceus consulting für den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) im Projekt "Teilhabe 2012" wissenschaftlich begleitet ein neues Hilfeplanverfahren entwickelt, das den vom LWL-Sozialausschuss beschlossenen Eckpunkten und den Vorgaben des Deutschen Vereins entspricht. Wir freuen uns, dass der LWL die wissenschaftliche Begleitung des Nachfolgeprojekts "Teilhabe 2015" erneut an FOGS und ceus consulting vergeben hat. Das neue Hilfeplanverfahren soll nunmehr weiterentwickelt und in vier zusätzlichen Kommunen erprobt werden. Damit soll eine belastbarere Datenbasis für eine Bewertung der Steuerungseffekte gewonnen werden. Perspektivisch soll das neue Hilfeplanverfahren in allen Körperschaften des LWL angewendet werden.

Details finden Sie auf der Seite Evaluation.

 

 

10. Juli 2013: Zwei neue Studien in Nordrhein-Westfalen

FOGS wurde mit zwei neuen Studien beauftragt:

Im Auftrag des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW - MGEPA werden wir ab September 2013 eine Untersuchung zu Gender Mainstreaming in der Suchthilfe im Land durchführen. Dabei geht es sowohl um die institutionelle und strukturelle Umsetzung von Gender Mainstreaming als auch um Gendersensibilität in der Arbeit mit den Klientinnen und Klienten. Die Untersuchung betrachtet die gesamte Suchthilfe: Prävention, ambulante und stationäre Hilfen, komplementäre Angebote und Suchtselbsthilfe.

Im Auftrag des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe führt aktuell FOGS eine Studie durch, wie sie für Deutschland einmalig ist: Untersucht werden suchtbezogene Probleme bei 12- bis 17-Jährigen in stationärer öffentlicher Jugendhilfe. Die Erhebung wird als Vollerhebung in allen LWL-Einrichtungen angelegt. Die Jugendlichen werden persönlich befragt. Eine schriftliche Befragung richtet sich zudem an die Betreuungspersonen: Welche Probleme nehmen sie wahr? Welche Unterstützungsbedarfe haben sie und welche Kooperationen wären sinnvoll?

 

April 2013: 25 Jahre FOGS

1988: Eine Idee, ein Mann, ein Auftrag, dazu ein kleines Büro, nach und nach wissenschaftlich Mitarbeitende, eine patente Sekretärin – und in kurzer Zeit stand ein Forschungsinstitut in Köln: die Forschungsgruppe Gesundheit und Soziales. Der erste Auftrag kam von der damaligen Bundeshauptstadt Bonn, Aufträge aus Herne, Hamburg und von der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung folgten noch im gleichen Jahr. Mit dem 1989 für das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung erstellten „Gutachten zu Rolle und Stellenwert freier Wohlfahrtspflege“ lieferte FOGS einen wichtigen Beitrag zur Wohlfahrtsdiskussion. 1993 wird FOGS eine GmbH und bekommt einen neuen Namen: Gesellschaft für Forschung und Beratung im Gesundheits- und Sozialbereich mbH. Viele Mitarbeitende sind seit den ersten Jahren dabei.

2013: 25 Jahre und über 300 Projekte für Bund, Länder und Gemeinden, Verbände und Unternehmen sprechen für den Erfolg des Instituts. Ein guter Anlass, unsere Arbeit darzustellen – auf einer neu gestalteten Homepage: Mit neuem Design und vielen Informationen über Projekte und Ergebnisse, Auftraggeber und Mitarbeiterschaft. Außerdem möchten wir künftig regelmäßig über Neuigkeiten im Institut informieren. Also: Schauen Sie immer mal rein!

Wir danken allen Auftraggebern und Kooperationspartnern für ihr Vertrauen, für gute Zusammenarbeit, für spannende Projekte und bereichernde Erfahrungen. Wir haben viele interessante Menschen kennengelernt und gemeinsam haben wir viel bewegen und bewirken können. Auf die nächsten 25 Jahre!