Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation der Umsetzung des Drogenhilfekonzepts in Köln

Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation der Umsetzung des Drogenhilfekonzepts in Köln

Laufzeit: von 2019 bis 2022
Auftraggeber: Stadt Köln
Mitarbeitende: Schu, Oliva, Martin

Aufgabe

Unter Federführung der Suchtkoordination im Gesundheitsamt hat die Stadt Köln, beginnend im Jahr 2016, gemeinsam mit den Trägern ein Drogenhilfekonzept entwickelt, das in Kürze fertiggestellt werden soll. FOGS wurde mit der wissenschaftlichen Begleitung und Evaluation der Umsetzung des Drogenhilfekonzepts beauftragt. Die Aufgaben der wissenschaftlichen Begleitung sind gemäß Leistungsbeschreibung, das Drogenhilfekonzept und die Umsetzung der darin vereinbarten Maßnahmen in Bezug auf die gesamte Struktur, die Angebote und Maßnahmen zu analysieren und zu bewerten. Dabei soll untersucht werden, inwieweit zentrale Bedarfsgruppen erreicht werden und welche Wirkung die Hilfeerbringung erzielt.

Weiter sollen Optimierungspotenziale in der Leistungserbringung, der fachlichen und konzeptionellen Ausgestaltung und Wirksamkeit ermittelt werden. Insbesondere Planungs- und Steuerungsstrukturen sind dabei einzubeziehen. Aus den Erkenntnissen sollen Handlungsempfehlungen abgeleitet werden. Analyse und Bewertung stellen eine Basis für weiterführende Entscheidungen zur künftigen Ausrichtung und qualitativen Weiterentwicklung dar. Sie sollen darüber hinaus eine fortschreibungsfähige Grundlage für zukünftige Analyse- und Planungsprozesse legen.

Kurzinfo zum Download

Umsetzung

Das Vorhaben der wissenschaftlichen Begleitung und Evaluation erfordert einen mehrdimensionalen Evaluationsansatz, der Sekundäranalyse und unterschiedliche Verfahren der empirischen Sozialforschung verknüpft. Dem Konzept responsiver Evaluation folgend, ist für die Untersuchung die grundlegende Beteiligung der Träger und Einrichtungen der ambulanten Drogenhilfe bedeutsam.
Insgesamt gliedert sich die Aufgabenstellung in diesem Projekt in drei Phasen, die z. T. parallel verlaufen:

  1. Startphase mit Abstimmung des Vorgehens, Bestandsaufnahme und Fachgespräch
  2. Begleitung der Umsetzung des Drogenhilfekonzepts (Aufbau der Projektstruktur, Erarbeitung einer Zielsystematik und laufende Begleitung)
  3. Ergebnisbezogene Evaluation der Umsetzung.

Im Rahmen der Startphase findet neben dem Vorstellen der Evaluation bei allen relevanten Akteuren und einem Fachgespräch zur Fertigstellung des Drogenhilfekonzepts eine ergänzende Bestandsaufnahme der Situation in Köln (durch Sekundäranalyse und qualitative Gespräche mit Expert*innen) mit Fokus auf Planungs- und Steuerungsaspekten der gesamten kommunalen Hilfeerbringung für Drogenabhängige bzw. -konsumierende Menschen in Köln statt.

Zur Begleitung der Umsetzung wird neben einer Lenkungsgruppe (mit kommunalen Vertreter*innen) eine Projektarbeitsgruppe (inkl. Trägervertreter*innen und Selbsthilfe) eingerichtet. Zur Evaluation der Umsetzung und Erreichung sollen unterschiedliche (quantitative und qualitative) Erhebungen zum Einsatz kommen. Binnen drei Jahren soll zudem ein Monitoringsystem aufgebaut werden, das einheitliche Dokumentationsstandards sicherstellt sowie Routinen der Ableitung von Entwicklungs- oder Versorgungsbedarfen.