Wirkungsevaluation der sozialmedizinischen Nachsorge nach dem Modell Bunter Kreis

Wirkungsevaluation der sozialmedizinischen Nachsorge nach dem Modell Bunter Kreis

Laufzeit: von 2012 bis 2021
Auftraggeber: Bundesverband Bunter Kreis e. V.
Mitarbeitende: Schu, Martin, Kirvel

Aufgabe

Der Bundesverband Bunter Kreis möchte die Evaluation von Wirkungen der sozialmedizinischen Nachsorge durch die zugehörigen Einrichtungen ausbauen. Dabei sollen die Qualität weiterentwickelt und zunehmend Wirkung und Funktionsmechanismen in den Blick genommen werden. Des Weiteren sollen die Einrichtungen ein Feedback zur Unterstützung der Qualitätsentwicklung vor Ort erhalten. Die Evaluation soll sich insbesondere auf eine strukturierte abschließende Fallbewertung sowie eine Befragung der Eltern stützen.

Umsetzung

Unterstützt durch eine Projektgruppe mit Vertreter*innen des Bunten Kreises hat FOGS zwei Instrumente entwickelt: Mit der Fallabschlussdokumentation, die seitens der Einrichtungen und Fallbetreuer*innen bearbeitet wird, werden Ziele, Leistungen und Einschätzungen zu Wirkungen und Zufriedenheit erfasst.

Das zweite Instrument für eine Wirkungsevaluation ist eine Befragung der Familien zu zwei Zeitpunkten. Auch hier werden Zieldimensionen der Betreuung betrachtet. Kernkriterien sind dabei die Selbstwirksamkeit und die Leistungsfähigkeit der Eltern. Zudem werden Coping, Handlungskompetenz der Eltern und Adhärenz, aber auch die Umsetzung von Case-Management-Essentials sowie Zufriedenheitsdimensionen betrachtet. Die Befragung der Eltern erfolgt zu Beginn der sozialmedizinischen Nachsorge und vier Wochen nach deren Abschluss.

Ergebnis

Seit 2014 stehen die Instrumente (im Jahr 2018 zuletzt nach Rücksprache mit den Einrichtungen und dem Bundesverband etwas überarbeitet) allen Einrichtungen im Bundesverband Bunter Kreis zur Verfügung. Seither ist es nicht nur möglich, das Leistungsspektrum und die methodische Umsetzung genauer abzubilden, sondern auch die Wirkungen auf die Familie nachzuzeichnen. Die jährlichen Evaluationen zeigen, dass die sozialmedizinische Nachsorge nicht nur zur Zufriedenheit der Familie umgesetzt wird, ihre Handlungssicherheit und die Umsetzung der Behandlung erhöht, sondern auch, dass wichtige Parameter, wie Selbstwirksamkeit und Leistungsfähigkeit der Eltern verbessert werden konnten. Damit steigen nachweisbar die Selbsthilfekräfte der Familien und es konnte belegt werden, dass die Nachsorge ihren gesetzlichen Auftrag wirkungsvoll erfüllt.

Die Einrichtungen erhalten jeweils zum Sommer eine individuelle Auswertung zum Vorjahr, zudem wird ein Gesamtbericht für den Bundesverband vorgelegt. Seit dem Jahr 2016 beteiligen sich fast 90 Mitgliedseinrichtungen an der Evaluation.