Evaluierung gem. § 21 des Gesetzes zur Familienförderung und zur Förderung sozialer Beratungsstellen des LSA (Familien- und Beratungsstellenfördergesetz Sachsen-Anhalt – FamBeFöG LSA)

Evaluierung gem. § 21 des Gesetzes zur Familienförderung und zur Förderung sozialer Beratungsstellen des LSA (Familien- und Beratungsstellenfördergesetz Sachsen-Anhalt – FamBeFöG LSA)

Laufzeit: von 2020 bis 2022
Auftraggeber: Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt
Mitarbeitende: Schmid, Schu, Cannizzaro, Singfield, Arenz

Aufgabe

Das 2014 in Kraft getretene FamBeFöG LSA regelt die Förderung von Ehe-, Familien-, Lebens- und Erziehungsberatung sowie Suchtberatung im Land Sachsen-Anhalt. Im neuen § 21wurde niedergelegt, dass Fördergrundsätze, Umsetzung und Wirksamkeit zu evaluieren sind. Das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration des Landes Sachsen-Anhalt hat die FOGS im April 2020 mit dieser Evaluation beauftragt. Der Untersuchungszeitraum umfasst die Jahre 2014 – 2018, sodass sowohl die Situation vor Eintreten der Änderungen des FamBeFöGs im Jahr 2015 als auch die Entwicklungen nach der Änderung des FamBeFöGs miteinander verglichen werden können.

Im Rahmen der Evaluation soll ein umfassender Katalog von Forschungsfragen beantwortet werden. Bezogen auf die Fördergrundsätze soll bspw. analysiert werden, ob die Zuweisungsvoraussetzungen gemäß § 20 FamBeFöG von den Landkreisen/kreisfreien Städten eingehalten wurden oder wie die nun geforderte integrierte Beratung umgesetzt wird. Zudem soll ermittelt werden, ob die relevanten Akteure bzgl. der Fördergrundsätze Anpassungsbedarf sehen. Mit Blick auf die Umsetzung soll u. a. festgestellt werden, ob sich die derzeitigen Zuständigkeitsregelungen der Förderung der Beratungsstellen als geeignet erweisen. Zu den Gesetzeszielen soll bspw. erhoben werden, wie sich die Quantität, die Qualität, die Struktur und die Finanzierung der geförderten Einrichtungen seit der Gesetzesänderung entwickelt haben.

Umsetzung

Nach ersten Abstimmungen mit dem Auftraggeber im Frühjahr 2020 war ursprünglich eine Auftaktveranstaltung unter Einbezug der kommunalen Spitzenverbände, der Kommunen, der LIGA, der LS-LSA und von Trägern der Beratungsstellen geplant. Aufgrund der Verbreitung der Corona-Pandemie war dies jedoch nicht möglich. Stattdessen werden die relevanten Akteure schriftlich über das Vorhaben informiert und über eine erste Recherche bei den Kommunen werden Ansprechpersonen, Informationen und Material zur Auswertung erfragt. Geplant sind dann Gespräche mit Fachleuten zu den Bereichen EFLE und Suchtberatung in Verwaltung, Landesjugendhilfeausschuss, Kommunen, LIGA etc.

Im Rahmen der Evaluation soll eine umfangreiche Bestandsanalyse für den Zeitraum 2014 – 2018 erfolgen. Diese umfasst im ersten Schritt die Sekundäranalyse wesentlicher Materialien, bspw. Sozial- und Jugendhilfepläne der Kommunen, Verwendungsnachweise und Sachberichte. Im zweiten Schritt werden Kommunen und Einrichtungen schriftlich teilstandardisiert befragt. Ergänzt werden die Ergebnisse der Sekundäranalyse und schriftlichen Befragung schließlich durch Interviews bzw. Fokusgruppengespräche vor Ort (geplant zu Beginn 2021). Für Beratung und Begleitung des Prozesses ist eine Projektgruppe geplant. Auch diese kann aufgrund der Corona-Pandemie erst später konstituiert werden.

Die durch die Bestandsanalyse generierten quantitativen und qualitativen Ergebnisse werden im Sinne eines Vorher-Nachher-Vergleichs (Entwicklung vor und nach Inkrafttreten des neuen FamBeFöG LSA) analysiert. Abschließend werden die Ergebnisse der Evaluation gemäß § 21 FamBeFöG LSA in einem Bericht verfasst.