Die Aufgaben von FOGS bei der Evaluation der sozialmedizinischen Nachsorge sind beendet

Die Aufgaben von FOGS bei der Evaluation der sozialmedizinischen Nachsorge sind beendet

FOGS hat die Entwicklung der Selbstevaluation der sozialmedizinischen Nachsorge (§ 42 Abs. 2 SGB V) nach dem Modell Bunter Kreis seit 2012 begleitet und nach der Instrumentenentwicklung und einem Pretest 2012/2013 werden die Daten seit dem Jahr 2014 regelmäßig ausgewertet. Sowohl die einzelnen Einrichtungen als auch der Bundesverband können so seit Jahren datengestützt über ihre Arbeit berichten. So wurden zuletzt (für das Jahr 2020) die Daten von 75 teilnehmenden Einrichtungen ausgewertet und insgesamt 112 Berichte für die Einrichtungen und Nebenstellen erstellt. Die Evaluation konnte aufzeigen, dass diesozialmedizinische Nachsorge nicht nur gezielt Familien mit höherem Unterstützungsbedarf erfolgreich erreicht, sondern auch ansonsten z.T. schlechter erreichte Gruppen.

Mit dem Ende des Jahres wurde heute der letzte Gesamtbericht an den bundesverband übergeben. Die Ergebnisse dieser Auswertung zeigen wie in den Vorjahren, dass die sozialmedizinische Nachsorge ihre guten Ergebnisse Jahr für Jahr stabil reproduzieren und zudem die Prozesse weiter verbessern konnte. Die sozialmedizinische Nachsorge sorgt in durchschnittlich gut drei Monaten mit rund zehn persönlichen Kontakten nachweislich für eine Stärkung der Familien und festigt ihre Selbsthilfefähigkeit. Dabei sind Hausbesuche ebenso selbstverständlich wie eine bedarfsbezogene Ausgestaltung von Kontakthäufigkeit und -dauer. Sogar unter den Bedingungen der Corona-Pandemie konnten durchschnittlich knapp sieben Hausbesuche pro Fall durchgeführt werden. In Familien mit schwer und z. T. chronisch kranken Kindern haben Geschwisterkinder eine schwierige Rolle und müssen vielfach zurückstecken. Die sozialmedizinische Nachsorge nimmt auch Situation und Bedarfe der Geschwisterkinder in den Blick. Nicht wenige Einrichtungen haben eigene Angebote für Geschwisterkinder oder leiten die Kinder zu anderen Maßnahmen weiter.  

Die Angaben und Bewertungen der Eltern zeigen, dass die sozialmedizinische Nachsorge wesentliche Kernelemente von Case Management umgesetzt hat und dass 98 % der betreuten Familien hochzufrieden sind. Diese Rückmeldung ist umso gewichtiger, da sie anonym vier Wochen nach Abschluss der Betreuung von den Eltern abgegeben wurde. Wir von FOGS sind dankbar, dass wir diese beeindruckende Arbeit so lange begleiten durften und wünschen der sozialmedizinischen Nachsorge nach dem Modell Bunter Kreis eine weiter erfolgreiche Zukunft!