Auswertungen zu Kontakt- und Beratungsstellen (KBS), Zuverdienstmöglichkeiten (ZV) und Beratungsstellen für alkohol- und medikamentenabhängige Menschen (AuM) in Berlin

Auswertungen zu Kontakt- und Beratungsstellen (KBS), Zuverdienstmöglichkeiten (ZV) und Beratungsstellen für alkohol- und medikamentenabhängige Menschen (AuM) in Berlin

Aufgabe

Die niedrigschwelligen Angebote nach § 5 des Gesetzes über Hilfen und Schutzmaßnahmen bei psychischen Krankheiten (PsychKG vom 17. Juni 2016) sind Bestandteil der bezirklichen psychiatrischen Pflichtversorgung im Land Berlin. Sie dienen der erforderlichen Ergänzung und Verknüpfung der Leistungen nach den Büchern des Sozialgesetzbuches und dem Gesundheitsdienst-Gesetz und sind in jedem Bezirk vorzuhalten. Im Einzelnen handelt es sich um die Versorgungsbausteine Kontakt- und Beratungsstellen (KBS), Zuverdienste (ZV) und Beratungsstellen für alkohol- und medikamentenabhängige Menschen (AuM). Für die einzelnen Versorgungsbereiche werden von den Trägern differenzierte Sachberichte erstellt. Die vorrangige Aufgabe von FOGS bestand insbesondere darin, eine quantitative Auswertung der vorliegenden (standardisierten) Sachberichte – auch in Bezug zu den im Land Berlin vorliegenden Standards – durchzuführen. Darüber hinaus sollten Vorschläge für eine zeitgemäße Anpassung der Standards bzw. der Sachberichte erarbeitet werden.

Umsetzung

FOGS hat – bezogen auf die drei Angebotsformen Psychosoziale Kontakt- und Beratungsstellen (KBS), Zuverdienst-Bereiche/-Betriebe (ZV), Beratungsstellen für Alkohol- und Medikamentenabhängige (AuM) – quantitative Angaben erfasst und statistisch ausgewertet, die Ergebnisse inhaltlich mit ausgewählten qualitativen Angaben aus den Sachberichten abgeglichen sowie geprüft, inwiefern die Sachberichte Auskunft zu Standards und fachlichen Aspelten geben.

Ergebnisse

Im Frühjahr 2020 erreichten die ersten Berichte über das neuartige SARS-COV-2 Deutschland. Die verschiedenen Entwicklungen und die damit verbundenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie hatten Auswirkungen auf die Versorgungsangebote. Die Hilfen konnten oftmals nicht in gewohnter Form erbracht werden. Beispielsweise berichten die KBS, dass durch das Pandemiegeschehen und die eingeführten Hygieneregeln die Niedrigschwelligkeit des Zugangs stark eingeschränkt werden musste. Im Zuverdienst-Bereich musste die Platzzahl teilweise reduziert werden, um Abstandsregeln einzuhalten. Einzelne Angebote mussten vorübergehend schließen. Auch bei den Beratungsstellen für Alkohol- und Medikamentenabhängige (AuM) konnten im Lockdown keine Gruppenangebote oder offenen Sprechstunden angeboten werden.

FOGS hat dem Auftraggeber den Abschlussbericht „Auswertung der Sachberichte für das Jahr 2020 differenziert nach Angebotsform – unter Einbezug der vorliegenden Standards“ Ende November 2021 vorgelegt.